Mehr! Mehr! Mehr!
Der diesjährige Tag der Künste fand am Donnerstag, den 11. Juni 2026, unter dem Motto „Mehr! Mehr! Mehr! – Kreativmarathon” statt. Das Leitprinzip des diesjährigen Projekttages war so eindeutig wie einladend: Maximalismus in jeglicher Hinsicht. Kein Gedanke zu groß, kein Format zu weit, keine Idee zu gewagt.
Die Formate für Zeichnungen und Gemälde wuchsen über sich hinaus, die Konzepte für Theaterstücke und Inszenierungen erreichten neue Komplexitätsstufen, eine Gruppe von Schüler*innen tanzte energisch Salsa und haufenweise Sprühfarbe fand ihren farbenfrohen Weg auf ausrangierte Schallplatten, die dadurch ein zweites, künstlerisches Leben erhielten.
Für diesen besonderen Projekttag konnten 18 externe Workshopleiter*innen gewonnen werden, die gemeinsam ein breites Spektrum an künstlerischen Zugängen zum Thema eröffneten. Die Schüler*innen der Jahrgänge 8 bis 11 tauchten in gemischten Kursen tief in die unterschiedlichsten Medien und Ausdrucksformen ein:
Stop-Motion-Clips entstanden Bild für Bild mit viel Geduld und Kreativität. Street Art & Tape Art verwandelten Flächen in mehreren Workshops in lebendige Kunstwerke. Mit dem Cyanotypie-Verfahren wurden fotografische Belichtungen zu eigenen Motiven auf Beutel, T-Shirts und Papier erstellt. Umgebungsgeräusche wurden zu eigenen Songs verarbeitet. Surrealistische Motive wurden konzipiert und mit echten Tätowiermaschinen auf Leinwand gestochen. Die fotografische Erkundung des Schulgeländes und seiner Umgebung schärfte den Blick für das Verborgene. Malerische Experimente mit verschiedensten Techniken mündeten in vielschichtigen Collagen, welche den Schulflur zierten. Filigrane Pop-Up-Bücher entstanden als dreidimensionale Erzählwelten mit Kurzgeschichten der Kurzteilnehmer*innen. Parkour wurde als körperliche und räumliche Kunstform erlebt. Ein ganzes Album inklusive Artwork wurde mithilfe von KI konzipiert und gestaltet. Im Schauspieltraining wurden Stimme, Körper und Ausdruck neu entdeckt. Schließlich wurde die ästhetische Forschung im Schulgebäude selbst zur Grundlage dramaturgischer Bühnenarbeiten
Am Ende des Tages vereinte sich alles in einem eindrucksvollen Abschluss: Vor der Aula lud eine lebendige Ausstellung zweidimensionaler Arbeiten dazu ein, innezuhalten und den Blick über die zahlreichen Werke wandern zu lassen. Auf der Bühne bot ein buntes Bühnenprogramm einen mitreißenden Überblick über Kurzfilme, Musikdarbietungen, Theaterszenen und Tanzperformances.
Wieder einmal war es ein rundum gelungener Tag der Künste. Ein Tag, der eindrucksvoll bewiesen hat: Wenn man Schüler*innen den Raum gibt, sich künstlerisch zu entfalten, entstehen Dinge, die weit über das Erwartete hinausgehen.
(Sh)
Ihr wollt noch mehr erfahren?
Herr Welten hat für Radio Alstertal einen Podcast zum diesjährigen Tag der Künste aufgenommen. Viel Spaß beim Anhören!
(Juni 2026/GEMA/Min.:0)











