Barcelona-Praktikum der S1

Am 23. Januar haben sich 13 gespannte Schüler_innen der S1 zum Hamburger Flughafen aufgemacht, um die nächsten zwei Wochen knapp 1400 km weiter südlich zu verbringen und endlich dem grauen, kalten Wetter in Hamburg zu entfliehen. Und auch wenn uns die Spanier ständig erzählt haben, was für ein kalter Winter es doch ausgerechnet dieses Jahr wäre, nahmen wir als Hamburger die 15°C im Januar doch dankend an. Wir kamen also abends in Barcelona an und fuhren mit der Bahn zu unserem Hostel am anderen Ende der Stadt. Vorher hatte Frau Fernandez, die zusammen mit Frau Heers die Reise begleitete, die ehrwürdige Aufgabe, dem Ticketverkäufer am Bahnhof zu erklären, dass wir wirklich fünf (ja, fünf!) 70er Tickets für die Metro haben möchten.

Als wir dann im Hostel waren, sind wir auch alle relativ schnell im Bett gewesen, da wir am nächsten Tag schon wieder früh aufstehen mussten, um zu unseren Praktikumsplätzen zu kommen. Wir waren aufgeteilt auf zwei Schulen, das Montserrat und das Stucom, auf eine Abendschule, die Escuela Oficial de Idiomas, und auf das Personalbüro der Wasserwerke Agbar. Rundum waren alle mit ihrem Praktikumsplatz sehr zufrieden, wenn auch natürlich das eigentliche Praktikum etwas in den Hintergrund rückte und die Kommunikation mit den Spaniern sich in den Vordergrund schob.

In den folgenden 2 Wochen, die leider viel zu schnell wieder vorbei waren, haben wir eine Menge von Barcelona gesehen. Wir waren auf den Ramblas und im Hafen, in der beindruckenden Sagrada Familia, haben einige sehr interessante Gebäude von Antoni Gaudí betrachten können, und auch der Parque Güell durfte natürlich nicht fehlen – auch wenn wir ihn bedauerlicherweise nur im Regen betrachten konnten. Außerdem waren wir im Olympiastadion, sind vom Montjuïc per Seilbahn in den Hafen gefahren und haben uns von einer enthusiastischen Frau Fernandez den stadtgeographischen Aufbau Barcelonas erklären lassen (zweites Semesterthema in Geo, also: aufpassen!). Aber auch ein sehr amüsanter Karaoke-Abend im Hostel durfte letztendlich nicht fehlen.

Kaum dass wir dann am Flughafen in Barcelona unsere neugewonnen Katalanisch-Kenntnisse verglichen haben, ging es auch schon wieder zurück nach Hamburg. Man kann mit Sicherheit sagen, dass uns die Reise sehr viel Spaß gemacht hat, und zwei Wochen lange nicht genug sind. Sicher ist weiterhin, dass wir wohl alle nie wieder vergessen werden, was „Feuerzeug“ auf Spanisch heißt, und für wie viel Euro uns der Typ am Bahnhof sie uns jeden Tag wieder verkaufen wollte – doch das ist eine andere Geschichte.

(Lynn Meeder)